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Schlafstörungen

Schlafentzug: Symptome, Folgen – Wie gefährlich ist Schlafentzug?

Die Gefahr von Schlafentzug darf man keinesfalls unterschätzen. Vor allem langfristig kann Schlafmangel verschiedene schwere Erkrankungen begünstigen.

Sie leiden unter Schlafstörungen – oder doch nicht?

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Wie viel Schlaf braucht der Mensch ungefähr? 

Verschiedene Studien kommen auf ein Ergebnis von durchschnittlich rund 7 Stunden Schlaf. Dies kann bei jedem Menschen etwas abweichen. Schlafen Sie jedoch weniger als 6 Stunden im Durchschnitt, fällt dies in jedem Fall unter Schlafmangel. Nähere Informationen zur optimalen Schlafdauer finden Sie auch unter „Optimale Schlafdauer“.

Welche Symptome treten bei Schlafmangel auf?

Schlafmangel kann sich in vielen Symptomen zeigen. Wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Symptome haben, kann dies auf Schlafentzug hinweisen.

  • Ständiges Hungergefühl
  • Leichte Reizbarkeit
  • Sofortiges Einschlafen
  • Schwächelndes Immunsystem
  • Müde aussehen
  • „Neben der Spur“ sein
  • Grundloses Weinen
  • Libido-Verlust
  • Koffeinsucht
  • Sofortiges einschlafen bei Dunkelheit, auch tagsüber in dunklen Räumen
  • Nachtaktivität
  • Schlechte Haut

Weitere Symptome für Schlafentzug und die Folgen daraus finden sich auch in dieser Studie zusammengefasst.

Wie gefährlich ist zu wenig Schlaf?

Schlafentzug hat viele negative Auswirkungen auf den Körper. Diese lassen sich grob in kurzfristige und langfristige Auswirkungen unterscheiden. Unter kurzfristig fallen Probleme im Alltag wie:

  • Konzentrationsstörungen
  • Ungeschicklichkeit
  • Langsames Reaktionsvermögen
  • Oftmals falsche Entscheidungsfindung

Langfristig verstärkt Schlafmangel das Risiko zu erkranken, insbesondere bei Krankheiten wie:

  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Krebserkrankungen
  • Herzinsuffizienz

Andauernder Schlafmangel kann also gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

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Sie leiden unter Schlafstörungen – oder doch nicht?

Sie wollen rausfinden, ob Sie unter Schlafstörungen leiden? Machen Sie unseren kurzen Test und wir geben Ihnen gleich noch ein paar Tipps zum Thema Schlaf an die Hand.

Wie lange überlebt man, ohne zu schlafen?

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Es gibt derzeit keine Studien, die besagen, nach wie vielen schlaflosen Stunden man stirbt. Schlaf ist imperativ, der Körper zwingt sich also selbst zum Schlafen. Rekordversuche endeten nach elf Tagen Schlafentzug, die Rekordhalter schliefen dann ein.

An Schlafentzug zu sterben ist beinahe unmöglich. Einzig bei einer sehr seltenen Erkrankung, der sogenannten „Letalen familiären Insomnie“, kann man Schlafentzug als Todesursache herleiten. Durch einen genetischen Defekt bildet sich die Schlaf-Wach-Regulation im Gehirn zurück, die Erkrankten können nicht mehr einschlafen und sterben irgendwann an Multiorganversagen.

Was ist der Weltrekord im Schlafen?

Einen offiziellen Weltrekord im Schlafen bei Menschen gibt es nicht. In der Tierwelt wäre der australische Schlafbeutler der Weltrekordhalter mit 367 Tagen Schlaf.

Wie wirkt sich Schlafmangel auf das Gehirn aus?

In verschiedenen Studien im Schlaflabor haben sich unter anderem folgende Punkte herauskristallisiert:

  • Die Hirnregionen für Aufmerksamkeit und Bewusstsein sind gedrosselt
  • Die Aktivität des Hippocampus (Verankerung von Gedächtnisinhalten) ist reduziert, daraus resultieren Gedächtnisprobleme
  • Das Hirn schaltet in den sogenannten Default-Modus, es ist schwerer, bei einer Sache zu bleiben, man wirkt oft abwesend (Tagträume)
  • Negative Emotionen und Reize werden bevorzugt verarbeitet, es kommt zu Überreaktionen

Was hilft bei Schlafstörungen weiter?

Hausmittel, verschreibungspflichtige Schlafmittel oder CBD? Welche Medikamente und Maßnahmen in Ihrer Schlafsituation weiterhelfen, finden Sie in einem kurzen Test heraus:

Schlafstörungen, so findet man sicher in den Schlaf

Schlafstörungen können gefährlich sein und gehören dementsprechend behandelt. Zur Bekämpfung gibt es verschiedene Methoden. Die eigene Schlafhygiene gehört gepflegt, auch eine Therapie kann notwendig sein. Medikamente oder auch CBD-Öl helfen ebenfalls dabei, in den Schlaf zu finden. Informationen zur Bekämpfung von Schlafstörungen finden Sie unter „CBD bei Schlafstörungen“ un „Was macht eine gute Schlafhygiene aus?“.

Mehr dazu finden Sie auch in unserem Ratgeber „CBD bei Schlafstörungen“.

Beispiel: Wann sollte man ins Bett gehen, wenn man um 6 Uhr aufstehen muss?

Ausgehend von einer idealen Schlafdauer von sieben Stunden sollten Sie spätestens um 23 Uhr einschlafen. Es empfiehlt sich daher um ca. 22:30 Uhr ins Bett zu gehen, um rechtzeitig und genug zu schlafen.

Fazit: Schlafentzug ist gefährlich.

Schlafentzug ist vor allem dann gefährlich, wenn die Schlafstörungen über einen längeren Zeitraum hinweg auftreten. Denn dann wirkt sich der Schlafentzug stark auf die Leistungsfähigkeit aus.

Langfristige Gesundheitsschäden sind mit einem überdauernden Schlafentzug ebenfalls nicht auszuschließen. Verschwinden Ihre Schlafprobleme nicht nach ein paar Tagen sollten Sie sich unbedingt einem Experten anvertrauen, um möglichst Folgeschäden zu vermeiden.

Tanja Hauf | Schlafstörungen Selbsthilfe

Tanja Hau

Hat die Initiative Schlafstörungen Selbsthilfe gestartet

Frau Hau hat auf Grund von eigenem Leidensdruck das Selbsthilfe-Portal „Schlafstörungen Selbsthilfe“ ins Leben gerufen. Sie und externe Schlafexperten, Ärzte und Psychologen freuen sich auf Ihre Fragen, Anregungen und Kommentare an info[at]schlafstoerung-selbsthilfe.org.

Verwendete Literatur und weitere Quellen